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Gleichberechtigung ist die Lehre, dass Frauen und Männer gleich behandelt werden sollen, weil sie angeblich gleich sind. In der Vergangenheit und in den meisten Ländern der Welt heute noch werden Frauen und Männer ungleich behandelt. Deswegen müssen Frauen den Männern gleichgeschaltet werden und sich gegenseitig angleichen. Obgleich sie sich nur zu gleichen Teilen gleichen, und sie gleichwohl ungleichen Ehrgeiz aufweisen, sollen sie sich dennoch gleichen und gleiche Berufe ausführen und gleiches Geld erarbeiten. Vor allem aber sollen Frauen einfach etwas gleicher als Männer sein. Das Ziel, Frauen gleicher zu machen, ist die Grundaufgabe der Gleichberechtigung.

Gender MainstreamingBearbeiten

Frauen und Männer sind doch gleich. Sie leben gleich lang, haben gleiche Interessen, gleiche Lebensläufe, gleiche Ziele und denken gleich. Sie haben die gleiche Auffassung davon, wie die Welt aussehen soll, und gleiche Methoden, um ihre Ziele zu verfolgen. Die Schwangerschaft dauert bei beiden gleich lang, ihre Hirnhälften gleichen sich wie ein Ei dem anderen, und ihr Äußeres gleicht sich auch bis ins Detail.

Wenn aber trotz aller Gleichheit eine Ungleichheit zu entdecken sei zwischen den beiden Geschlechtern, dann liegt das daran, dass die Gesellschaft diese beiden Gleichen zu einem ungleichen Paar gemacht hat. Gesellschaftliche Zwänge, deren Ursprung entweder beim Teufel oder einer außerirdischen Lebensform auszumachen ist, zwingen etwa Frauen häufig dazu, sich im Gesicht bunt anzumalen und sich auch sonst "weiblich" anzuziehen (alternativ zwingen sie die Männer, sich eben nicht bunt im Gesicht anzumalen und sich nicht mit Röckchen und High-Heels zu präsentieren - ganz ist das noch nicht raus).

Oh ja, es ist ein weiter Weg, bis endlich Männer wie Frauen und Frauen wie Männer aussehen und sich auch so benehmen!

Unterdrückung der Frauen durch SpracheBearbeiten

Oftmals sind Männer sich gar nicht bewusst, mit welchen perfiden Mitteln sie die Frauen unterdrücken. Das perfideste Instrument ist die Sprache. Ganz recht: vermutlich haben die Männer von heute gar nichts Böses vor, wenn sie einfach unsere althergebrachte Sprache benutzen. Aber es gab einmal Männer, die diese Sprache nur aus einem Grund entwickelt haben: um Frauen zu unterdrücken und zu versklaven! Har har har!

800px-Jodsalz mit Fluor und Folsaeure

Die gute alte Salzstreuerin bei der Arbeit.

Deswegen ist es eine zentrale Aufgabe der Gleichberechtigung, eine neue Sprache einzubürgern, die Frauen endlich wieder gleich macht. Wer zum Beispiel sagt "Salzstreuer", der impliziert, dass die erhabene Tätigkeit des Salzstreuens etwa auf diverse Speisen nur Männern vorbehalten ist. Viel schöner ist es doch, wenn man von der guten alten "Salzstreuerin" spricht.

Ähnlich verhält es sich mit anderen Begriffen, die von unseren frauenunterdrückerischen Vorfahren einst als typisch männlich angesehen wurden, aber dem weiblichen Geschlecht im Zuge der Gleichberechtigung nicht vorenthalten sein sollen [1]:

  1. die Panzerin
  2. die Raketenabwehrschildin
  3. die Subwooferin
  4. die Fernseherin (ja, gemeint ist ein Gerät)
  5. die Mitgliedin [2]

Die Liste mag vom aufmerksamen Leser selbst im Geiste bis ins Unendliche erweitert werden.

Naja, eigentlich ist "Mitglied" gar nicht männlich, sondern neutral, aber egal. Man darf nie aufhören, die Frauen gleicher zu machen. Und die Gleichberechtigung kann erst zufrieden sein, wenn die Frauen viel viel gleicher sind als Männer, das ist nur ausgleichend für die viele Ungleichheit der letzten Jahrhunderte.

Wer gleicht sich wem an?Bearbeiten

Wenn Männer und Frauen - pardon - Frauen und Männer sich angleichen sollen, wer gleicht sich dann wem an? In der Regel ist es so, dass Männer sich den Frauen angleichen sollen. So sollen Männer viele Eigenschaften annehmen, die eigentlich typisch weiblich sind: Sie sollen nicht mehr kämpfen, sondern sich friedlich auf einen Konsens einigen. Sie sollen zuhause bleiben und die Kinder mit aufziehen, anstatt Unmengen von Geld zu verdienen. Sie sollen ihr Geld in neue angesagte Kleidung anstatt von neuen angesagten Sportwagen stecken.

Auf der anderen Seite hapert es aber an der Umsetzung. Und in der Tat sind es zumeist die Feministinnen, die ihre Haare lieber kurz schneiden, Hosen tragen und T-Shirts mit Bandnamen drauf. Schmuck und andere typisch weibliche Seiten sucht man an ihnen meist vergeblich. Und auch die Diskussionen führen sie weitaus aggressiver, als sie es selbst den Männern gestatten würden. Also scheinen sich hier die Frauen eher den Männern anzugleichen.

Was soll man dazu sagen? Frauen! Genau. Verkehrte Welt. Sie sagen das eine und wollen das andere. Man, man, man.

ReferrenzenBearbeiten

  1. Kontrovers: Feministische Linguistik
  2. Mitgliedin auf www.binnen-i.de

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